Produktionsplanung: Wir haben eine eigene Software gebaut
In einem Fertigungsbetrieb läuft selten alles genau nach Plan. Ein Kunde braucht seine Bestellung früher, Material kommt später an oder die Montage dauert länger als gedacht. Dann beginnt die Abstimmung erneut: Wann ist der benötigte Arbeitsplatz frei? Wann kann der nächste Arbeitsschritt beginnen? Und wird der Auftrag trotzdem rechtzeitig fertig?
Für unseren Bauversuch haben wir eine solche Terminänderung herausgegriffen: Die Montage eines Auftrags soll später beginnen, während die Termine der übrigen Aufträge bestehen bleiben. Mit vector zero Build haben wir dafür eine eigene Software für die Produktionsplanung mit KI entwickelt. Sie berechnet neue Termine für Montage und anschließende Prüfung und zeigt vor der Übernahme, ob der Auftrag noch rechtzeitig fertig wird.

Wir planen einen Auftrag neu
In unserem Beispiel sind drei Aufträge für Dienstag, den 6. Oktober 2026, eingeplant. Bei jedem Auftrag folgt auf die Montage eine Prüfung. Dafür teilen sich die drei Aufträge einen Montageplatz und einen Prüfplatz.
Bei Auftrag FA-1042 ist die Montage von 10 bis 12 Uhr und die Prüfung von 12:30 bis 13:30 Uhr vorgesehen. Diesen Auftrag wollen wir später beginnen lassen und geben dafür 11 Uhr als frühesten Montagebeginn ein. Bis 16:30 Uhr soll er trotzdem fertig sein. Wir wollen wissen, ob das möglich ist, ohne die beiden anderen Aufträge zu verschieben.
Die Anwendung sucht dafür zunächst einen freien Zeitraum für die Montage, die wir mit zwei Stunden am Stück angesetzt haben. Mit einem Beginn um 11 Uhr passt sie nicht mehr vor die Mittagspause um 12 Uhr. Nach der Pause wird ab 12:30 Uhr wieder gearbeitet, allerdings ist der Montageplatz bis 14:30 Uhr durch FA-1043 belegt. Weil dessen Termin bestehen bleiben soll, schlägt die Anwendung für FA-1042 die Montage von 14:30 bis 16:30 Uhr vor.
Nach der Montage fehlt noch die Prüfung, für die wir eine Stunde angesetzt haben. Da auch am Prüfplatz um 16:30 Uhr die Arbeitszeit endet, schlägt die Anwendung dafür Mittwoch von 8 bis 9 Uhr vor. Das Fertigstellungsziel am Dienstag lässt sich unter diesen Bedingungen also nicht mehr einhalten.
Diese Folge soll erkennbar sein, bevor sich der Plan ändert. Deshalb haben wir die Berechnung von der Übernahme getrennt: Die Vorschau stellt die bisherigen und die neuen Termine gegenüber und kennzeichnet das überschrittene Fertigstellungsziel. Passt der Vorschlag nicht, lässt er sich verwerfen.

Nach der Übernahme zeigt die Auftragsansicht Mittwoch um 9 Uhr als geplantes Fertigungsende. Die Termine von FA-1041 und FA-1043 bleiben unverändert.

Mit echten Aufträgen weiterbauen
Im Beispiel geben wir den späteren Beginn selbst vor. Als nächsten Schritt könnten wir Rückmeldungen aus der Fertigung einbeziehen, damit bereits abgeschlossene Arbeiten und neue Verzögerungen in die weitere Planung einfließen. Zusammen mit einem Import echter Aufträge wäre das eine mögliche nächste Ausbaustufe des Planers.
Damit Ihr Team solche Erweiterungen später selbst umsetzen kann, verbinden wir bei vector zero Build die Entwicklung Ihres MVP mit der Einrichtung einer eigenen Entwicklungsumgebung. Sie erhalten Code, Zugänge und Dokumentation. In der Schulung lernt Ihr Team, die Anwendung mit KI weiterzuentwickeln.