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Kundenportrait
vector zero Build

Wie Dr. Tina Mandel ihre Software nach einem Offshore-Desaster selbst in die Hand nahm

Dr. Tina Mandel, Gründerin und CEO der Healthyverse GmbH und Erfinderin von Oralink
Dr. Tina Mandel, CEO Healthyverse GmbH
Branche
Dentalchirurgie
Unternehmensgröße
Kleinunternehmen
Produkt
vector zero Build
Standort
Deutschland

Software in wenigen Wochen neu aufgesetzt

nach einem gescheiterten Offshore-Projekt

Weiterentwicklung im Tandem

zwischen Gründerin und vector zero

Die Ausgangslage

Sie sind Oralchirurgin. Was hat Sie dazu gebracht, eine eigene Software zu bauen?

Dr. Tina Mandel: Das kam direkt aus der Praxis. Ich sehe jeden Tag, wie verunsichert Patienten sind, wenn sie vor einem chirurgischen Eingriff stehen. Die Aufklärung passiert oft in wenigen Minuten. Danach gehen die Menschen nach Hause und bleiben mit ihren Fragen allein. Dann wird gegoogelt, Horrorgeschichten werden gelesen, und manche entscheiden sich am Ende gegen eine sinnvolle Behandlung. Nicht aus Überzeugung, sondern aus Unsicherheit.

Das wollte ich ändern. Ich habe lange nach einer passenden Software gesucht, aber nichts gefunden, das wirklich zu dieser Situation gepasst hat. Irgendwann war klar: Wenn wir diesen Ablauf richtig lösen wollen, müssen wir ihn selbst bauen.

Sie haben zuerst mit einem Offshore-Dienstleister gearbeitet. Wie lief das?

Offen gesagt: ein Desaster. Ich hatte einen fünfstelligen Betrag investiert und bekam am Ende etwas, das nicht funktioniert hat. Die Abstimmungen waren zäh, jede kleine Änderung dauerte Wochen, und die Qualität lag weit unter dem, was ich erwartet hatte.

Ich wusste fachlich sehr genau, was ich wollte. Aber ich hatte keine Möglichkeit, diese Vorstellung in funktionierende Software zu übersetzen. Irgendwann war klar: So geht das nicht weiter.

Ich hatte einen fünfstelligen Betrag investiert und bekam am Ende etwas, das einfach nicht lief.

Dr. Tina Mandel, Gründerin von Oralink

Der Neustart

Was war der Moment, an dem sich die Richtung geändert hat?

Ich war kurz davor, das Projekt abzubrechen. Dann bin ich mit dem Team von vector zero ins Gespräch gekommen. vector zero hat Oralink in wenigen Wochen neu aufgesetzt: Fundament, Anmeldung, Datenmodell, Nutzerführung und Projektstruktur.

Der Unterschied war sofort spürbar. Nach wenigen Wochen stand mehr funktionierende Software als in den Monaten davor.

Was war technisch anders?

Ich bin Ärztin, keine Entwicklerin. Das Technische im Detail kann ich nicht beurteilen. Aber ich sehe das Ergebnis: Die Umgebung ist so aufgebaut, dass Änderungen schnell vorbereitet und sauber geprüft werden können. Es gibt klare Leitplanken. Und das Design bleibt konsistent, auch wenn neue Funktionen dazukommen.

Das heutige Tandem

Heute entwickeln Sie Teile der Software selbst. Wie kam es dazu?

Das war am Anfang nicht geplant. Nach der ersten Phase hatte ich eine Umgebung, in der ich selbst Dinge ausprobieren konnte. Erst waren es nur Texte oder neue Fragen im Anamnesebogen. Dann wurden die Änderungen Schritt für Schritt anspruchsvoller.

Heute kann ich kleinere Funktionen selbst vorbereiten. Bevor etwas live geht, schaut vector zero nochmal darauf. Das ist mir wichtig. Ich bin Ärztin, keine Entwicklerin. Dieser Zwischenschritt gibt mir Sicherheit, ohne dass jede kleine Änderung wieder ein eigenes Entwicklungsprojekt wird.

Wie sieht so eine Änderung konkret aus?

Ich beschreibe in normaler Sprache, was ich brauche. Zum Beispiel: Wenn ein Patient in der Nachsorge bestimmte Symptome angibt, soll ein zusätzlicher Fragebogen erscheinen. Die KI setzt das vorbereitet um. Ich schaue mir das Ergebnis an, teste es, gebe Rückmeldung, und wenn es passt, geht es in den Review. Danach ist die Änderung live.

Das ist ein ganz anderes Tempo als früher.

Was bedeutet das für die Geschwindigkeit, mit der sich Oralink entwickelt?

Oralink entwickelt sich heute im Takt meiner Praxis. Wenn ich am Montag merke, dass Patienten an einer bestimmten Stelle im Ablauf hängen bleiben, kann ich am Dienstag eine Lösung testen, und am Mittwoch ist sie live.

Früher hätte ich ein Ticket geschrieben, auf ein Angebot gewartet, Rückfragen beantwortet und nach ein paar Wochen etwas bekommen, das vielleicht nicht ganz dem entsprach, was ich eigentlich gemeint hatte.

Das Ergebnis

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Oralink ist produktiv im Einsatz und wächst. Wir passen die Anwendung laufend an das an, was wir aus der Praxis lernen. Ich gebe kein großes Geld mehr für jede einzelne Änderung aus und bin nicht von Terminfenstern externer Dienstleister abhängig.

Mir ist besonders wichtig: Die Software gehört mir. Der Code liegt in meinem Konto. Wenn ich morgen entscheiden würde, mit einem anderen Team weiterzubauen, könnte ich das tun.

Was würden Sie anderen Unternehmerinnen und Unternehmern raten, die Software bauen lassen wollen?

Behalten Sie die Kontrolle nicht aus der Hand. Das klingt banal, ist aber mein wichtigster Ratschlag. Wenn eine Agentur oder ein Offshore-Team für Sie baut, bleiben Sie bei jeder Änderung abhängig.

Bei vector zero Build ist das anders. Die Software gehört mir, die Richtung bestimme ich, und ich kann selbst weiterbauen, wenn ich will.

Das ist der Unterschied zwischen einer Software, die ich gekauft habe, und einer Software, die mir gehört.

Dr. Tina Mandel, Gründerin von Oralink

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