Zum Inhalt springen
← Zurück zu den Studien
Studievector zero App

41 % der Unternehmen nutzen KI, 48 % planen oder diskutieren den Einsatz

Die Bitkom-Befragung vom Frühjahr 2026 zeigt, dass Künstliche Intelligenz in der Breite der deutschen Wirtschaft angekommen ist. Wer KI einsetzt, berichtet mehrheitlich von einer besseren Wettbewerbsposition, sieht sich selbst aber noch als Nachzügler.

Bitkom e. V. · 11. März 2026 · Zusammenfassung vom 2. September 2026

41 %
der Unternehmen ab 20 Beschäftigten nutzen Künstliche Intelligenz.
77 %
der KI-nutzenden Unternehmen haben ihre Wettbewerbsposition verbessert.
62 %
der KI-nutzenden Unternehmen sehen sich eher als Nachzügler.

Die Ergebnisse

Der Digitalverband Bitkom hat Anfang 2026 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten zum Stand ihrer Digitalisierung befragen lassen. Künstliche Intelligenz ist darin die Technologie mit der größten Dynamik: 41 % der Unternehmen setzen KI bereits ein, weitere 48 % planen den Einsatz oder diskutieren darüber. Ein Jahr zuvor hatten laut Bitkom erst 17 % KI im Einsatz, 40 % befanden sich in der Diskussionsphase. 86 % der Unternehmen messen KI eine große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bei, mehr als jeder anderen abgefragten Technologie.

Die Unternehmen, die KI nutzen, ziehen überwiegend eine positive Bilanz. 77 % geben an, dass sich ihre Wettbewerbsposition durch KI verbessert hat. 52 % berichten von einem messbaren Beitrag zum Unternehmenserfolg, bei 45 % haben sich interne Prozesse deutlich beschleunigt, bei 44 % hat sich die Qualität der Produkte oder Dienstleistungen verbessert. 29 % haben mit Hilfe von KI neue Produkte oder Dienstleistungen entwickelt. Zwei Drittel (66 %) wollen den Einsatz weiter ausbauen, nur 1 % will ihn reduzieren.

Zugleich zeigt die Befragung die Kehrseite. Ein Drittel (33 %) der KI-nutzenden Unternehmen stellt fest, dass der Einsatz zu deutlich höheren Kosten geführt hat als erwartet. 19 % geben an, in Folge des KI-Einsatzes Stellen abgebaut zu haben. Die Selbsteinschätzung bleibt zurückhaltend: Nur 30 % der Unternehmen mit KI sehen sich eher als Vorreiter, 62 % eher als Nachzügler.

Als größte Hindernisse der Digitalisierung insgesamt nennen die Unternehmen die Anforderungen an den Datenschutz (77 %), den Mangel an Fachkräften (70 %), fehlende Zeit (66 %) und die Anforderungen an die technische Sicherheit (61 %). Rund die Hälfte (51 %) hat nach eigener Aussage Probleme, die Digitalisierung zu bewältigen, 13 % sehen dadurch sogar die Existenz ihres Unternehmens gefährdet. Trotzdem wollen 36 % im Jahr 2026 mehr in Digitalisierung investieren als im Vorjahr.

Wie die Studie entstanden ist

Grundlage ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Befragt wurden 604 Unternehmen in Deutschland mit mindestens 20 Beschäftigten, und zwar telefonisch (CATI) im Zeitraum von Kalenderwoche 2 bis Kalenderwoche 6 des Jahres 2026. Zielpersonen waren Geschäftsführung und Vorstand. Der Datensatz wurde auf Grundlage der Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes repräsentativ gewichtet; Bitkom gibt die statistische Fehlertoleranz der Gesamtstichprobe mit plus oder minus 4 % an. Die Aussagen zu Nutzen und Kosten des KI-Einsatzes beruhen auf der Teilgruppe der 249 befragten Unternehmen, die KI bereits einsetzen.

Die Ergebnisse wurden am 11. März 2026 in einer Pressekonferenz unter dem Titel „Digitalisierung der Wirtschaft: Fast jedes Unternehmen beschäftigt sich mit KI“ vorgestellt. Bitkom veröffentlicht die Präsentation mit allen Grafiken und dem Untersuchungsdesign zum Download.

Was das für den Mittelstand heißt

Die Zahlen beschreiben einen Kipppunkt. Wenn fast neun von zehn Unternehmen KI einsetzen, planen oder diskutieren, geht es nicht mehr darum, ob sich ein Betrieb mit dem Thema befasst, sondern wie. Der Vorsprung derer, die bereits produktiv arbeiten, wächst: Sie berichten von schnelleren Prozessen, besseren Produkten und einer stärkeren Marktposition. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst warnt in der Presseinformation ausdrücklich vor einer Spaltung zwischen Vorreitern und Unternehmen, die abgehängt zu werden drohen, und nennt die breite Basis der kleinen und mittelständischen Unternehmen als Gruppe, die mitgenommen werden muss.

Bemerkenswert ist, dass die Hürden nicht in der Technik liegen. Datenschutz, Fachkräfte, Zeit und technische Sicherheit führen die Liste der Hindernisse an. Das spricht für einen Einstieg, der diese Punkte von Anfang an mitdenkt: eine Lösung, bei der der Speicherort der Daten geklärt ist, und ein Einführungsweg, der die Belegschaft nicht mit Werkzeugen allein lässt. Dass ein Drittel der Nutzer höhere Kosten als erwartet meldet, mahnt zudem zu einer nüchternen Planung mit klaren Anwendungsfällen statt breiter Experimente.

Für Unternehmen, die den Datenschutz als größte Hürde sehen, ist relevant, dass die vector zero App und ihre Sprachmodelle in deutschen Rechenzentren laufen. Wie der Betrieb technisch abgesichert ist, beschreibt die Seite zur Sicherheit; Begriffe aus der Studie wie „generative KI“ oder „AI Act“ erläutert das Lexikon.

Quelle

Bitkom e. V.: „Digitalisierung der Wirtschaft: Fast jedes Unternehmen beschäftigt sich mit KI“, Presseinformation zur Pressekonferenz vom 11. März 2026, mit der Präsentation „Digitalisierung der Wirtschaft 2026“ (Bitkom Research). Abrufbar unter bitkom.org.

Die vector zero App beantwortet Fragen aus Ihren Dokumenten.

Jede Antwort mit Quellenangabe, Betrieb in deutschen Rechenzentren, 14 Tage kostenlos testen.

Zur Plattform