Zum Inhalt springen
← Zurück zu den Studien
Studievector zero Learn

61 % der Erwerbstätigen möchten sich zu KI fortbilden

Zwei Bitkom-Umfragen aus dem Jahr 2024 zeigen eine Lücke zwischen Angebot und Nachfrage: Fast jedes zweite Unternehmen ermöglicht keine KI-Fortbildung, während die Mehrheit der Erwerbstätigen genau das wünscht.

Bitkom e. V. · 19. November 2024 · Zusammenfassung vom 2. September 2026

61 %
der Erwerbstätigen würden sich gerne zu KI fortbilden.
48 %
der Unternehmen ermöglichen keine Weiterbildungen zu KI.
68 %
der Unternehmen erwarten durch generative KI zusätzlichen Bedarf an Fachkräften.

Die Ergebnisse

Im November 2024 hat der Digitalverband Bitkom Ergebnisse aus zwei Umfragen veröffentlicht, die das Weiterbildungsangebot der Unternehmen dem Interesse der Beschäftigten gegenüberstellen. Auf Seiten der Unternehmen ist das Bild zurückhaltend: Nur 5 % schulen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Umgang mit KI-Anwendungen wie ChatGPT, weitere 16 % bilden zumindest einen Großteil der Belegschaft weiter. 28 % beschränken ihre KI-Fortbildungen auf ausgewählte Beschäftigte. 48 % der Unternehmen geben an, gar keine Weiterbildungen zu KI zu ermöglichen.

Damit ermöglicht zwar etwa jedes zweite Unternehmen KI-Fortbildungen, doch nur rund jedes fünfte (21 %) erreicht damit den Großteil seiner Beschäftigten. Auf der anderen Seite steht ein deutliches Interesse: 61 % aller Erwerbstätigen in Deutschland würden sich gerne zu KI fortbilden.

Die Unternehmen erwarten zugleich, dass der Bedarf an KI-Wissen wächst. Zwei Drittel (68 %) sind überzeugt, dass generative KI einen zusätzlichen Bedarf an Fachkräften schafft. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst empfiehlt in der Presseinformation, Beschäftigte frühzeitig rund um KI weiterzubilden und dabei auch auf rechtliche Vorgaben, Datenschutz und Datensicherheit hinzuweisen. Als Beispiele für den produktiven Einsatz nennt er das Zusammenfassen von Texten, das Formulieren von E-Mails und die Entwicklung neuer Ideen im Dialog mit der KI.

Wie die Studie entstanden ist

Grundlage sind zwei Umfragen, die Bitkom Research im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat. Für die Unternehmensseite wurden 602 Unternehmen ab 20 Beschäftigten im Zeitraum von Kalenderwoche 23 bis Kalenderwoche 30 des Jahres 2024 telefonisch befragt. Für die Beschäftigtenseite wurden 1.007 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Zeitraum von Kalenderwoche 27 bis Kalenderwoche 32 des Jahres 2024 befragt, ebenfalls telefonisch. Beide Umfragen bezeichnet Bitkom als repräsentativ. Die Aussage zum Fortbildungswunsch bezieht sich auf die Erwerbstätigen unter den befragten Personen.

Die Ergebnisse erschienen am 19. November 2024 als Presseinformation unter dem Titel „Jedes zweite Unternehmen ermöglicht KI-Fortbildungen“. Detaillierte Auswertungen sind über das Datenportal des Verbands (Bitkom-Dataverse) zugänglich.

Was das für den Mittelstand heißt

Die Studie beschreibt weniger ein Motivationsproblem als ein Angebotsproblem. Die Beschäftigten wollen lernen, die Unternehmen bieten es zu selten und zu eng an. Ein Angebot für ausgewählte Personen, wie es 28 % der Unternehmen machen, erreicht in der Regel die IT oder einzelne Fachbereiche, nicht aber Sachbearbeitung, Vertrieb oder Verwaltung, wo generative KI im Alltag für Texte, Zusammenfassungen und Recherche genutzt wird. Genau dort entsteht ohne Schulung das größte Risiko: Beschäftigte greifen zu privaten Werkzeugen und geben Daten ein, ohne die Regeln zu kennen.

Für mittelständische Unternehmen hat die Frage seit Februar 2025 auch eine rechtliche Seite. Artikel 4 der europäischen KI-Verordnung verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, für ein ausreichendes Maß an KI-Kompetenz ihres Personals zu sorgen. Die Bitkom-Zahlen aus dem Sommer 2024 markieren den Ausgangspunkt, von dem aus diese Pflicht umgesetzt werden muss. Ein Unternehmen, das KI einsetzt und keine Schulungen anbietet, gehört zu den 48 %, die Handlungsbedarf haben.

Praktisch heißt das: Schulungen sollten die gesamte Belegschaft erreichen, nicht nur einzelne Rollen, und neben der Bedienung auch Datenschutz, Grenzen der Technologie und Unternehmensregeln behandeln. Die Schulungen von vector zero unter /learn erfüllen die Kompetenzpflicht nach Artikel 4 des EU AI Act. Was hinter Begriffen wie „generative KI“ oder „KI-Kompetenz“ steht, erläutert das Lexikon.

Quelle

Bitkom e. V.: „Jedes zweite Unternehmen ermöglicht KI-Fortbildungen“, Presseinformation vom 19. November 2024. Abrufbar unter bitkom.org.

Schulungen, die die Kompetenzpflicht nach Artikel 4 EU AI Act erfüllen.

Basis- und Governance-Schulung für Ihre Mitarbeitenden, abgestimmt auf die Aufgaben in Ihrem Unternehmen.

Zu vector zero Learn