Generative KI
Generative KI bezeichnet Verfahren, die neue Inhalte wie Text, Bilder, Code oder Audio erzeugen, statt vorhandene Daten nur zu klassifizieren oder zu sortieren.
Klassische KI-Verfahren erkennen Muster: Sie sortieren E-Mails als Spam ein, erkennen Gesichter oder sagen Ausfälle voraus. Generative KI erzeugt dagegen etwas Neues. Sie schreibt einen Text, entwirft ein Bild oder formuliert Programmcode, ausgehend von einer Anweisung in natürlicher Sprache.
Die technische Grundlage sind große Modelle, die an Beispieldaten gelernt haben, wie Inhalte einer Art typischerweise aufgebaut sind. Bei Text sind das Large Language Models, bei Bildern Diffusionsmodelle. Das Ergebnis ist nicht aus einer Datenbank abgerufen, sondern wird bei jeder Anfrage neu berechnet.
Weil generative KI Inhalte erzeugt und nicht nachschlägt, kann sie auch Falsches erzeugen, das plausibel klingt. Dieses Verhalten wird als Halluzination bezeichnet. Im geschäftlichen Einsatz gehören deshalb Quellenangaben und eine menschliche Prüfung zu jedem Einsatz, der Außenwirkung hat.
Was das für Ihr Unternehmen bedeutet
Im Mittelstand liegen die häufigsten Anwendungen bei Text: Entwürfe für E-Mails und Angebote, Zusammenfassungen von Protokollen und Verträgen, Antworten auf Fragen zu internen Dokumenten. Der Nutzen entsteht, wenn die Ergebnisse auf dem eigenen Wissen des Unternehmens beruhen und nicht auf dem allgemeinen Wissen des Modells.